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Wald-Storchschnabel

(Geranium sylvaticum)

VI — VII Home Fettwiesen, Hochstaudenfluren
30 — 60 cm indigen LC
Blüten
Synonyme: Geranium pratense ssp. sylvaticum, Geranium eglandulosum. Hemikryptophyt, mont-sa. Der Teilblütenstand ist 2-blütig, die Laubblätter sind 5—7-zählig geteilt. Die Blütenstiele und die Kelchblätter sind drüsenhaarig, die Blütenstiele sind nach dem Abblühen aufrecht (nicht abwärts gerichtet). Die Kronblätter sind 13—18 mm lang und purpurviolett und am Grund weißlich (Lit). Die Art ist in der Böhmischen Masse gefährdet, im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet. Im südlichen Alpenvorland und im pannonischen Bereich fehlt sie (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blütenstände
 
 
Habitus
Aufnahmen: 08.05.2010 Gaißau
 
Habitus
 
 
Blütenstand
 
 
Blütenstand
Aufnahmen: 27.05.2018 Schöneben, Ulrichsberg
 
Geranium sylvaticum
 
 
Geranium sylvaticum
Aufnahmen: 25.07.2016 Portlaalpe    
 
Geranium sylvaticum
 
 
Geranium sylvaticum
Aufnahmen: 22.07.2013 Loser    
 
Geranium sylvaticum
Krone eher schalenförmig als flach ausgebreitet, purpurviolett mit weißem Grund. Die Blütenstiele sind nach dem Blühen aufrecht.
 
Geranium sylvaticum
Aufnahmen: 14.08.2011 Forstweg Salzberg, Hallstatt
 
Geranium sylvaticum
Aufnahme: 14.08.2008 am Weg zum Rohrauerhaus, Spital am Pyhrn.

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1371. G. sylvaticum L. (Wald-St.)
Wurzelstock walzlich, dick, knotig, schief oder wagrecht, zuletzt mehrköpfig. Stengel bald 0,5' hoch, einfach und armblüthig, bald bis 2' hoch, buschigästig, reichblüthig, aufrecht, mehr weniger flaumig wie alle grünen Theile, oberhalb sammt Blüthenstielen und Kelchen drüsigfIaumig. Blätter grasgrün, im Umrisse herzförmigrundlich, handförmig-5—7theilig, die unteren und mittleren gestielt, die obersten sitzend. Zipfel 3spaltig, tiefeingeschnittengesägt oder fast fiederspaltig. Blüthen in einer endständigen, einfachen bis rispenförmigen Trugdolde. Blüthenstiele 2blüthig. Blüthenstielchen und Kelche stets aufrecht. Kelchblätter während der Blüthe abstehend. Kronblätter purpurviolett, mit lichteren Adern und Nagel, über den Nagel gebärtet, länglich, verkehrteiförmig, abgerundet oder ausgerandet, gross, 6—9''' lang, 3—5''' breit oder auf Alpen auch viel kleiner. Theilfrüchtchen ohne Querfalten, sammt dem Schnabel drüsigbehaart. Samen feinpunktirt.
Juni — Aug.


In Schluchten, an felsigen Abhängen, Holzriesen, in Holzschlägen der Kalkberge und Voralpen des Traunkreises und Salzkammergutes bis in die Krummholzregion der Alpen gemein. In Wäldern benachbarter Thäler, in Hopfing bei Molln, um Steyr, im Schacher und Schwarz, in Nähe von Schlierbach, am Aufstieg zur Gradalpe ober dem Buchenwalde beim Geissstadl (Schiedermayr). Seltener über Granit, auf der Dreisesselbergkette, am Pleckenstein (Sendtner), bei Unter-Schwarzenberg, über Gneiss in der Gegend von Passau. — In sehr kleinblüthiger Form mit 4''' langen und 2''' breiten Kronblättern. In der Alpenregion des hohen Nocks, des kleinen Priels im Vorderstoder, des hohen Pyrgas bei Spital."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 139), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 21.02.2025

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